Sudan: Schwere Ausschreitungen bei Protesten ehemaliger Geheimdienstbeamter

Sudan: Schwere Ausschreitungen bei Protesten ehemaliger Geheimdienstbeamter

Sudan: Schwere Ausschreitungen bei Protesten ehemaliger Geheimdienstbeamter
Stand: 15. Januar 2020 Info: studiosus

Am 14. Januar nachmittags ist es in der sudanesischen Hauptstadt Khartum am Rande von Protesten ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter zu schweren Ausschreitungen und bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen. Beteiligt waren loyal zur aktuellen Übergangsregierung stehende Militäreinheiten und ehemalige Mitarbeiter des Geheimdiensts NISS.

Der „National Intelligence and Security Service“ galt als wichtige Machtstütze des im April 2019 gestürzten langjährigen Machthabers Bashir. Die im August 2019 gebildete Übergangsregierung plant eine schrittweise Auflösung des Dienstes, der aktuelle Konflikt entzündete sich an der Frage der Altersversorgung.

Bei den Gefechten kamen mehrere Menschen ums Leben, der internationale Flughafen der Hauptstadt musste für Stunden gesperrt werden. Regierungskräften gelang es schließlich am 14. Januar spätabends, die Ausschreitungen zu beenden.

In Reaktion auf die jüngsten Ereignisse hat das Auswärtige Amt am 14. Januar abends seinen Sicherheitshinweis aktualisiert. Es rät unabhängig von den aktuellen Ereignissen wie bisher von nicht erforderlichen Reisen in den Sudan ab. Nach Einschätzung des Amtes ist die Sicherheitslage im Norden, insbesondere in der auch touristisch wichtigen Region von Meroe und Karima, unter Kontrolle.

Aktuell reisen keine Gäste von uns im Sudan. Wegen der schwierigen innenpolitischen Lage und dem Abraten des Auswärtigen Amtes haben wir schrittweise alle unsere Reisen in der zweiten Jahreshälfte 2019 und in der ersten Jahreshälfte 2020 abgesagt.

Die nächsten Reisen sind wieder ab Ende Oktober 2020 geplant.

Nach aktuellem Stand ist eine Durchführung dieser Reisen nicht möglich. Wir beobachten jedoch – gerade vor dem Hintergrund der jüngsten Lage-Beruhigung – die weitere Entwicklung sehr aufmerksam und entscheiden bis spätestens zwei Monate vor Abreise, ob wir die Reisen durchführen können oder absagen müssen. Alle in der zweiten Jahreshälfte 2020 gebuchten Sudan-Gäste informieren wir entsprechend per Rundschreiben.

In jedem Fall bieten wir allen Sudan-Gästen im Jahr 2020 ein Recht auf kostenlose Umbuchung ihrer Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn an.

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen